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09.11.2003
Dieses Meisterwerk zeigt glaubwürdig, wie Menschen mit den besten Absichten aufgrund ihres Glaubens (oder aber Wahnvorstellungen?) zu Mördern und Folterern werden können. Das glauben wir aus der Geschichte zu kennen (Hexenwahn, Ketzerverbrennung, Kreuzzüge). Aber dieser Film transponiert ähnliche Ereignisse in unsere Zeit, in unsere bürgerliche Kultur. Das Mittelalter kann jederzeit wieder aufbrechen, da die Menschen die gleichen sind. Provozierend ist, dass der Lauf der Ereignisse den Mördern Recht zu geben scheint...oder ist das alles nur ein dummer Zufall? oder die verzerrte Sichtweise der Mörder? oder vielleicht eine kalkulierte Lüge, um den Zuschauer zu testen oder von allem ein bisschen? Gerade darin zeigt der Film seinen Tiefgang und seine Rafinesse. Die Deutung der Ereignisse ist interpretationsbedürftig. Die Interpretation muss der Zuschauer selbst leisten, was ihn herausfordert, da er seine als gesichert angesehene moralische Position gegen verwirrende Indizien vor sich behaupten muss. Denn die Welt teilt sich nicht von selbst eindeutig in Gut und Böse ein, hierfür bedarf es einer persönlichen Entscheidung des Einzelnen, die behauptet sein will. Ein Film, der auch als Schulfilm geeignet wäre. (Die Altersangabe ab 18 ist indes überzogen. Keiner der wenigen Morde wird gezeigt (ein Ausholen mit der Axt - und Schnitt ist das äußerste).)
Parthenope
Start: 10.4.2025
Ernest Cole: Lost and Found
Start: 17.4.2025
Oslo Stories: Liebe
Start: 17.4.2025
Quiet Life
Start: 24.4.2025
Toxic
Start: 24.4.2025
Volveréis – Ein fast klassischer Liebesfilm
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Start: 8.5.2025
Wenn das Licht zerbricht
Start: 8.5.2025
Mission: Impossible – The Final Reckoning
Start: 21.5.2025
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Das Kanu des Manitu
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„Eat My Shorts“ in der Stadthalle Hagen – Foyer 11/24
Die ganze Palette Kino
9. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/24
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Restitution von Kolonialraubkunst
„Dahomey“ und „The Story of Ne Kuko“ im Filmforum – Foyer 10/24
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„Es geht um Geld, Gerechtigkeit und Gemeinschaft“
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„Ich mag realistische Komödien lieber“
Josef Hader über „Andrea lässt sich scheiden“ – Roter Teppich 04/24
„Kafka empfand für Dora eine große Bewunderung“
Henriette Confurius über „Die Herrlichkeit des Lebens“ – Roter Teppich 03/24
„Alles ist heute deutlich komplizierter geworden“
Julien Hervé über „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“ – Gespräch zum Film 03/24
„Man kann Stellas Wandel gut nachvollziehen“
Jannis Niewöhner über „Stella. Ein Leben.“ – Roter Teppich 02/24